Bei Erkältungskrankheiten der Atemwege
Nicht nur Kinder schätzen die wohltuende Einreibung auf Brust und Rücken mit Salbenzubereitung aus duftenden ätherischen Ölen. Diese traditionelle Form der Behandlung ist besonders gut verträglich und wirksam, da die heilenden ätherischen Öle neben der Aufnahme durch die Haut vor allem auf inhalativem Weg in die Bronchien gelangen. Die Nase wird frei, die Atmung erleichtert, der Schleim dünnflüssiger und kann abgehustet werden.
Die besondere Wirkungsweise
Die ausgewogene Kombination der ätherischen Öle aus Anis, Eukalyptus, Thymian und Koniferen mit Thymol und Campher sowie die spezielle Salbengrundlage ermöglichen eine gute Aufnahme der Wirkstoffe durch die Haut.
Sternanis:
Die getrockneten reifen Anisfrüchte werden zur Gewinnung von Anisöl verwendet. Das ätherische Öl wirkt expektorierend und leicht antibakteriell.
Campher:
Campher ist ein ätherisches Öl des Campherbaumes. Er wirkt durchblutungsfördernd, entkrampfend auf die Bronchien, sekretlösend und auswurffördernd.
Eukalyptus:
Eukalyptusöl wird aus den frischen Blättern und Zweigen des immergrünen Eukalyptusbaumes gewonnen. Das ätherische Öl regt die Selbstreinigungskräfte der Atemwege an und wirkt so wohltuend befreiend.
Koniferenöl:
Zur Gewinnung des Koniferenöls werden Zweige und Nadeln der Familie der Kieferngewächse genutzt. Dieses ätherische Öl wirkt durchblutungsfördernd, was zu einer Verbesserung der Versorgung der Gewebe mit lebensnotwendigem Sauerstoff führt und die Verteilung der heilungsfördernden Wirkstoffe beschleunigt.
Thymian / Thymol:
Das aus den Thymianblättern gewonnene ätherische Öl wirkt entkrampfend auf die Bronchien und expektorierend. Von der Hauptkomponente Thymol geht zudem eine antimikrobielle Wirkung aus.
Salbengrundlage:
Um die Kombination der verschiedenen ätherischen Öle optimal zu nutzen, werden diesen in eine spezielle Vaseline-Grundlage eingebracht. Somit verweilen die Wirkstoffe mehrstündig auf der Haut. Durch das langsame Verdunsten der ätherischen Öle erfolgt eine Dauerinhalation.
Anwendungsgebiete
Bei Erkältungskrankheiten der Atemwege
Aktive Wirkstoffe
10 g Salbe enthalten:
0,125 g Koniferenöl 50
0,20 g racemischer Campher
0,5 g Eucalyptusöl
0,15 g Sternanisöl
0,03 g Thymianöl
0,03 g Thymol
Hilfsstoffe
Hartparaffin, weißes Vaselin
Anwendung & Dosierung
Anwendung: Zum Einreiben
Soweit nicht anders verordnet Brust und Rücken 3-mal täglich mit Pulmotin® Erkältungssalbe einreiben bis die Salbe gut von der Haut aufgenommen worden ist. Erwachsene nehmen pro Einreibung einen ca. 5 cm langen Salbenstrang. Bei Kindern sollte pro Behandlung der aufgetragene Salbenstrang nicht länger als 3 cm sein.
Dauer der Anwendung
Die Behandlung sollte bis zur Besserung der Erkältungsbeschwerden erfolgen. Bei Beschwerden, die länger als 3 – 5 Tage anhalten, empfehlen wir mit einem Arzt Rücksprache zu halten.
Altersbeschränkung
Für die gesamte Familie geeignet (Kinder ab 30 Monate).
Schwangerschaft & Stillzeit
Wegen nicht ausreichender Untersuchungen sollte das Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.
Gegenanzeigen
Die Salbe darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich gegenüber einem der Inhaltsstoffe sind.
- wegen des möglichen Gehaltes an Campher nicht bei Säuglingen und Kleinkindern unter 30 Monaten anwenden (Gefahr eines Kehlkopfkrampfes).
- bei Asthma bronchiale und Keuchhusten, sowie Pseudokrupp und anderen Atemwegserkrankungen, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einhergehen, kann das Einatmen der Salbe zur Verkrampfung der Bronchialmuskulatur führen.
- bei Haut- und Kinderkrankheiten mit Exanthem sowie auf geschädigter oder entzündeter Haut, z. B. bei Verbrennungen oder offenen Wunden.
- bei Kindern mit erhöhtem Risiko des Auftretens von Krampfanfällen.
Wechselwirkungen
Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Eukalyptusöl bewirkt eine Anregung des fremdstoffabbauenden Enzymsystems der Leber. Die Wirkung anderer Arzneimittel kann deshalb abgeschwächt und/oder verkürzt werden.
- Diese Wechselwirkung ist für Aminopyrin (Aminophenazon), Zoxazol (-amid), Amphetamin und Phenobarbital beschrieben worden.
- Bei Anwendung weiterer Medikamente fragen Sie bitte Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Apotheker/-in.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
- Nicht auf Schleimhäute wie Nase und Mund oder im Bereich der Augen anwenden.
- Nicht im Gesicht anwenden.
- Nach der Anwendung die Hände gut waschen.
- Nur äußerlich verwenden. Nicht schlucken.
Kinder und Jugendliche
Dieses Arzneimittel sollte nicht bei Säuglingen und Kleinkindern unter 30 Monaten anwendet werden.
Mögliche Nebenwirkungen
Bei Inhalation (auch äußerer Einreibung) sind Reizerscheinungen an Haut und Schleimhäuten, Hustenreiz und Verstärkung eines Bronchospasmus möglich. Die Inhalation (auch Einatmen der Dämpfe nach äußerer Einreibung) kann selbst Symptome wie pfeifendes Atemgeräusch, Atemnot und Atembeschwerden aufgrund von Einengungen der Bronchien auslösen. Es kann reflektorisch über einen Bronchialkrampf zu asthmaähnlichen Zuständen bis hin zu Atemstillstand kommen.
Halluzinationen sind in Einzelfällen berichtet worden.
Kontaktekzeme und andere Überempfindlichkeiten der Haut sind möglich. Eine Rötung am behandelten Hautareal ist unbedenklich.
Bei äußerer, großflächiger Anwendung kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen, wie z. B. Nierenschäden und Schäden des zentralen Nervensystems, z.B. durch Campher.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Nach Anbruch 6 Monate haltbar.
Pflichttext
Pulmotin® Erkältungssalbe
Anwendungsgebiete: Zur äußeren Anwendung zur Verbesserung des Befindens bei Erkältungskrankheiten der Luftwege (wie unkomplizierter Schnupfen, Heiserkeit und unkomplizierter Bronchialkatarrh).
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke!
Serumwerk Bernburg AG
Hallesche Landstraße 105 b
06406 Bernburg




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