Paracetamol-ratiopharm® ist ein schmerzstillendes, fiebersenkendes Arzneimittel (Analgetikum und Antipyretikum).
Anwendungsgebiete
Paracetamol-ratiopharm® wird angewendet zur symptomatischen Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen und/oder Fieber.
Aktive Wirkstoffe
Der Wirkstoff ist: Paracetamol. Jedes Zäpfchen enthält 1.000 mg Paracetamol.
Hilfsstoffe
Die sonstigen Bestandteile sind: Hochdisperses Siliciumdioxid, Hartfett, (3-sn-Phosphatidyl)cholin (Soja).
Anwendung & Dosierung
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an. Fragen Sie bei Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die Dosierung richtet sich nach den Angaben in der nachfolgenden Tabelle. Paracetamol wird in Abhängigkeit von Körpergewicht bzw. Alter dosiert, in der Regel mit 10 bis 15 mg/kg KG (Körpergewicht) als Einzeldosis, bis maximal 60 mg/kg KG als Tagesgesamtdosis.
Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis. Es sollte 6 Stunden nicht unterschreiten.
Bei Beschwerden, die länger als 3 Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Jugendlicheab12Jahre(ab 43 kg) und Erwachsene
Einzeldosis in Anzahl der Zäpfchen (entsprechendeParacetamoldosis): 1 Zäpfchen (1.000 mg Paracetamol)
Maximale Tagesdosis (24 Stunden) in Anzahl der Zäpfchen (entsprechendeParacetamoldosis): 4 Zäpfchen (4.000 mg Paracetamol)
Art der Anwendung
Die Zäpfchen werden möglichst nach demStuhlgang tief in den Aftereingeführt. Zur Verbesserung der Gleitfähigkeitevtl. Zäpfchen in der Hand erwärmen oder ganz kurz in warmes Wasser tauchen.
Dauer der Anwendung
Wenden Sie Paracetamol-ratiopharm ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage an.
Besondere Patientengruppen
Leberfunktionsstörungen und leichte Einschränkung der Nierenfunktion
Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom muss die Dosis vermindert bzw. das Dosierungsintervall verlängert werden.
Schwere Niereninsuffizienz
Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) muss ein Dosierungsintervall von mindestens 8 Stunden eingehalten werden.
Dieses Arzneimittel ist für Patienten mit Niereninsuffizienz nicht geeignet, wenn eine reduzierte Dosis erforderlich ist. Geeignete Darreichungsformen sind verfügbar.
Schwangerschaft & Stillzeit
Fallserforderlich,kannParacetamol-ratiopharm® währendderSchwangerschaftangewendetwerden.Siesollten die geringstmöglicheDosis anwenden,mitderIhreSchmerzenund/oderIhrFiebergelindertwerden,und sie solltendasArzneimittelfürdenkürzestmöglichenZeitraum anwenden.
Sie sollten Paracetamol-ratiopharm® während der Schwangerschaft daher nicht über längere Zeit, in hohen Dosen oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln einnehmen, da die Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt ist.
Fragen Sie sich vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt, Apotheker oder Ihre Hebamme um Rat. Ebenfalls wenn die Schmerzen und /oder das Fieber durch Paracetamol-ratiopharm nicht gelindert werden oder Siehäufiger anwenden müssen.
Paracetamol geht in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein.
Gegenanzeigen
Paracetamol-ratiopharm® darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Paracetamol, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Wechselwirkungen
InformierenSieIhrenArztoderApotheker/-in,wennSieandereArzneimitteleinnehmen/anwenden,kürzlich andere Arzneimitteleingenommen /angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Wechselwirkungen sind möglich mit:
- ArzneimittelngegenGichtwie Probenecid:BeigleichzeitigerEinnahmevonProbenecidsolltedieDosisvon Paracetamol-ratiopharm® verringert werden, da der Abbau von Paracetamol-ratiopharm verlangsamt sein kann.
- SchlafmittelnwiePhenobarbital, MittelngegenEpilepsiewiePhenytoin,Carbamazepin, Mittelngegen Tuberkulose(Rifampicin),anderen möglicherweise die Leber schädigenden Arzneimitteln. Unter Umständen kann es bei gleichzeitiger Anwendung mit Paracetamol-ratiopharm® zu Leberschäden kommen.
- Mittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte (Cholestyramin) können die Aufnahme und damit die Wirksamkeit von Paracetamol verringern.
- ArzneimittelnbeiHIV-Infektionen (Zidovudin):DieNeigungzurVerminderungweißerBlutkörperchen (Neutropenie)wirdverstärkt. Paracetamol-ratiopharm soll daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit Zidovudin angewendet werden.
- Flucloxacillin:EsbestehtdasRisikoeinerBlut-und Flüssigkeitsanomalie(metabolischeAzidosemithoher Anionenlücke),diebeieinem AnstiegderPlasmasäure auftritt,wennFlucloxacillingleichzeitigmit Paracetamolverwendetwird,insbesonderebei bestimmten Risikopatientengruppen,z.B.Patientenmitschwerer Niereninsuffizienz,Sepsisoder Unterernährung,vorallemwenndiemaximalen TagesdosenvonParacetamol verwendetwerden.Diemetabolische AzidosemithoherAnionenlückeisteineschwereErkrankung,die dringend behandeltwerdenmuss.Nach gleichzeitigerAnwendungvonParacetamolundFlucloxacillinwirdIhrArztIhre Werte genau überwachen.
- gerinnungshemmenden Arzneimitteln: Die wiederholte Anwendung von Paracetamol über einen Zeitraum länger als eine Woche verstärkt die Wirkung von Antikoagulantien, insbesondere Warfarin. Daher sollte die langfristige Anwendung von Paracetamol bei Patienten, die mit Antikoagulantien behandelt werden, nur unter medizinischer Aufsicht erfolgen. Die gelegentliche Anwendung von Paracetamol hat keinen signifikanten Einfluss auf die Blutungstendenz.
Auswirkungen der Anwendung von Paracetamol-ratiopharm auf Laboruntersuchungen
Die Harnsäurebestimmung sowie die Blutzuckerbestimmung können beeinflusst werden.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Apotheker/-in, bevor Sie Paracetamol-ratiopharm anwenden,
- wenn Sie chronisch alkoholkrank sind,
- wenn Sie an einer Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden (Leberentzündung, Gilbert-Syndrom),
- bei vorgeschädigter Niere,
- bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die die Leberfunktion beeinträchtigen,
- bei erblich bedingtem Mangel des Enzyms Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase, der zu schwerer Blutarmut führen kann (Favismus),
- bei hämolytischer Anämie (Blutarmut aufgrund eines Zerfalls der roten Blutkörperchen),
- beieinemMangeldesamLeberstoffwechsel beteiligtenEiweißesGlutathion(z. B.beiMangelernährung,Alkoholmissbrauchoder Erkrankungen, die mit einem reduzierten Glutathionspiegel einhergehen können),
- bei einem Mangel von Flüssigkeit im Körper (Dehydratation), z. B. durch geringe Trinkmenge, Durchfall oder Erbrechen,
- bei chronischer Mangelernährung,
- bei einem Körpergewicht unter 50 kg,
- bei höherem Lebensalter.
Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig angewendet werden, kein Paracetamol enthalten.
Bei längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
Bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauchvon Schmerzmittelnkönnen Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten. Die Absetzsymptomatikklingt innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiederanwendung von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Anwendung nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.
Paracetamol-ratiopharm sollte nicht ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat längere Zeit oder in höheren Dosen angewendet werden.
Dieeinmalige Anwendungder Tagesgesamtdosiskannzuschweren Leberschädenführen; in einemsolchenFallsollteunverzüglich medizinischen Hilfe aufgesucht werden.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
- Leichter Anstieg bestimmter Leberenzyme (Serumtransaminasen).
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
- Allergische Reaktionen in Form von einfachem Hautausschlag oder Nesselausschlag bis hin zu einer Schockreaktion.
- Im Falle einer allergischen Schockreaktion rufen Sie den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe.
- Bei empfindlichen Personen ist eine Verengung der Atemwege (Analgetika-Asthma) ausgelöst worden.
- Fälle von Blut- und Flüssigkeitsanomalien (metabolische Azidose mit hoher Anionenlücke), die bei einem Anstieg der Plasmasäure auftreten, wenn Flucloxacillin gleichzeitig mit Paracetamol verwendet wird, in der Regel bei Vorliegen von Risikofaktoren
- FällevonschwerenHautreaktionen(Stevens-Johnson-Syndrom,Toxische EpidermaleNekrolyse,akutesgeneralisiertespustulöses Exanthem) berichtet.
- Veränderungendes BlutbildeswieeineverringerteAnzahlvonBlutplättchen(Thrombozytopenie)odereinestarke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose).
- (3-sn-Phosphatidyl)cholin (Soja) kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Zäpfchenstreifen nach -Verwendbar bis-/-Verw. bis- angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Nicht über 25 °C lagern. Den Blister fest verschlossen halten und im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Pflichttext
Paracetamol-ratiopharm® 1000 mg Zäpfchen (Zäpf.).
Wirkstoff: Paracetamol.
Anwendungsgebiete: Paracetamol-ratiopharm wird angewendet zur symptomatischen Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber.
Warnhinweise: Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben
AM enth. Soja u. Erdnuss.
Apothekenpflichtig.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. 12/24.







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