Ibuprofen AL direkt 400 mg Pulver ist ein schmerzstillendes, fiebersenkendes und entzündungshemmendes Arzneimittel zur schnellen Einnahme ohne Wasser.
Anwendungsgebiete
IBUPROFEN AL direkt 200 mg Pulver zum Einnehmen wird bei Erwachsenen,Jugendlichen und Kindern ab 20 kg Körpergewicht (ab 6 Jahren) angewendetzur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung von
- leichten bis mäßig starken Schmerzen,
- Fieber
Aktive Wirkstoffe
Jeder Beutel enthält 200 mg Ibuprofen
Hilfsstoffe
Isomalt (Ph.Eur) (E 953), Citronensäure (E 330), Acesulfam-Kalium (E 950),Glyceroldistearat (Ph.Eur.) (Typ I), Zitronen-Aroma (enthält natürliche undnaturidentische Aromastoffe, Maltodextrin und all-rac-alpha-Tocopherol).
Anwendung & Dosierung
Die empfohlene Dosis beträgt
| Körpergewicht(Alter) |
|---|
Bei Kindern und Jugendlichen wird IBUPROFEN AL direkt in Abhängigkeitvon Körpergewicht (KG) bzw. Alter dosiert, in der Regel mit 7-10 mg/kg KGals Einzeldosis, bis maximal 30 mg/kg KG als Tagesgesamtdosis.
Das jeweilige Dosisintervall richtet sich nach der Symptomatik und dermaximalen Tagesgesamtdosis. Der Zeitabstand zwischen 2 Dosen solltemindestens 6 Stunden betragen.
Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosierung.
Wenn bei Kindern und Jugendlichen die Einnahme dieses Arzneimittels fürmehr als 3 Tage erforderlich ist oder wenn sich die Symptome verschlimmern,sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Wenn bei Erwachsenen die Einnahme dieses Arzneimittels für mehr als 3 Tagebei Fieber bzw. mehr als 4 Tage zur Behandlung von Schmerzen erforderlichist oder wenn sich die Symptome verschlimmern, sollte ärztlicher Rateingeholt werden.
Dosierung bei älteren Menschen
Es ist keine spezielle Dosisanpassung erforderlich. Aufgrund des möglichenNebenwirkungsprofils (siehe unter Warnhinweise undVorsichtsmaßnahmen) sollten ältere Patienten besonders sorgfältig überwacht werden.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Leeren Sie den ganzen Beutelinhalt in Ihren Mund. Das Pulver muss nichtzusammen mit Flüssigkeit eingenommen werden; das Pulver löst sich auf derZunge auf und wird mit dem Speichel geschluckt. IBUPROFEN AL direkt kannin Situationen angewendet werden, in denen keine Flüssigkeiten zur Verfügung stehen.
Patienten, die einen empfindlichen Magen haben, wird empfohlen, diesesArzneimittel während der Mahlzeiten einzunehmen.
Dauer der Anwendung
Dieses Arzneimittel ist nur zur kurzzeitigen Anwendung bestimmt.
Die niedrigste wirkungsvolle Dosis sollte für die kürzeste Dauer, die zurLinderung der Symptome erforderlich ist, angewendet werden. Wenn Sie eineInfektion haben, konsultieren Sie unverzüglich einen Arzt, falls die Symptome(z.B. Fieber und Schmerzen) anhalten oder sich verschlimmern (siehe unterAbschnitt 2.: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).
Schwangerschaft & Stillzeit
Schwangerschaft
Nehmen Sie IBUPROFEN AL nicht ein, wenn Sie sich in den letzten3 Monaten der Schwangerschaft befinden, da dies Ihr ungeborenes Kindschädigen oder Probleme bei der Geburt verursachen könnte. Es kannNieren- und Herzprobleme bei Ihrem ungeborenen Kind verursachen. Es kannIhre Blutungsneigung und die Ihres Kindes beeinflussen und dazu führen, dass der Geburtsvorgang später einsetzt oder länger andauert als erwartet.
Sie sollten IBUPROFEN AL während der ersten 6 Monate derSchwangerschaft nicht einnehmen, sofern es nicht absolut notwendig ist undvon Ihrem Arzt empfohlen wird. Wenn Sie während dieses Zeitraumsbehandelt werden müssen oder während Sie versuchen, schwanger zu werden, sollte die Dosierung so niedrig wie möglich und über einen so kurzen Zeitraum wie möglich erfolgen. Wenn Sie IBUPROFEN AL ab der20. Schwangerschaftswoche für mehr als ein paar Tage einnehmen, kann diesbei Ihrem ungeborenen Kind Nierenprobleme verursachen, was zu einerverringerten Menge des Fruchtwassers, welches Ihr Kind umgibt, führen kann(Oligohydramnion) oder es kann zur Verengung eines Blutgefäßes (Ductusarteriosus) im Herzen Ihres Kindes kommen. Wenn Sie länger als ein paarTage behandelt werden müssen, kann Ihr Arzt eine zusätzliche Überwachung empfehlen.
Stillzeit
Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen nur in geringen Mengen in dieMuttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekanntsind, ist bei kurzfristiger Einnahme von Ibuprofen in der empfohlenen Dosiseine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich.
Fortpflanzungsfähigkeit
Dieses Arzneimittel gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln (NSAR), die beiFrauen die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. Diese Wirkung ist nachAbsetzen des Arzneimittels reversibel (umkehrbar).
Gegenanzeigen
IBUPROFEN AL direkt darf NICHT eingenommen werden
- wenn Sie allergisch gegen Ibuprofen oder einen der genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- wenn Sie in der Vergangenheit mit juckendem Hautausschlag,Schwellungen von Gesicht, Lippen oder Zunge, laufender Nase,Atembeschwerden oder Asthma auf die Einnahme von Acetylsalicylsäureoder anderen NSAR reagiert haben,
- wenn Sie an ungeklärten Blutbildungsstörungen leiden,
- wenn Sie in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigenTherapie mit NSAR eine Magen-Darm-Blutung oder einen -Durchbruch(Perforation) hatten,
- bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen-/ Zwölffingerdarmgeschwüren (peptischen Ulzera) oder -Blutungen (mindestenszwei unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwüre oder Blutungen),
- wenn Sie eine Gehirnblutung (zerebrovaskuläre Blutung) oder andere aktiveBlutungen haben,
- wenn Sie an schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) leiden,
- in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft,
- wenn Sie eine schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörung haben,
- wenn Sie an starker Austrocknung (Dehydratation) leiden (verursacht z.B.durch Erbrechen, Durchfall oder unzureichende Flüssigkeitsaufnahme).
Wenden Sie IBUPROFEN AL direkt 200 mg Pulver zu Einnehmen aufgrunddes hohen Wirkstoffgehalts nicht bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 20 kg oder unter 6 Jahren an.
Wechselwirkungen
IBUPROFEN AL direkt kann andere Arzneimittel beeinträchtigen oder vondiesen beeinträchtigt werden. Zum Beispiel:
- Arzneimittel, die gerinnungshemmend wirken (d.h. das Blut verdünnen/dieBlutgerinnung verhindern, z.B. Acetylsalicylsäure, Warfarin, Ticlopidin),
- Arzneimittel, die hohen Blutdruck senken (ACE-Hemmer wie z.B. Captopril,Betablocker wie z.B. Atenolol-haltige Arzneimittel, Angiotensin-II Rezeptorantagonisten wie z.B. Losartan).
Einige andere Arzneimittel können die Behandlung mit IBUPROFEN AL direktebenfalls beeinträchtigen oder durch eine solche selbst beeinträchtigt werden.Sie sollten daher vor der Anwendung von IBUPROFEN AL direkt zusammenmit anderen Arzneimitteln immer den Rat Ihres Arztes oder Apothekerseinholen.
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Apotheker/-in insbesondere, wenn Sie Folgendeseinnehmen:
- andere NSAR, einschließlich Cyclooxygenase-2-Hemmern und Salicylaten – da dies das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre oder -Blutungen erhöhen kann
- Digoxin (bei Herzschwäche) – da die Wirkung von Digoxin verstärktwerden kann
- Glukokortikoide (Arzneimittel, die Kortison oder Kortison-ähnliche Wirkstoffe enthalten) – da dies das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre oder -Blutungen erhöhenkann
- Thrombozytenaggregationshemmer (zur Hemmung der Blutgerinnung) – da sich dadurch das Risiko fürBlutungen erhöhen kann
- Acetylsalicylsäure (niedrig dosiert) – da der blutverdünnende Effekt beeinträchtigt werden kann
- Arzneimittel zur Blutverdünnung (wie z.B. Warfarin) – da Ibuprofen die Wirkung dieserArzneimittel verstärken kann
- Phenytoin (gegen Epilepsie) – da die Wirkung von Phenytoinverstärkt werden kann
- elektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Arzneimittel gegen Depression) – da diese das Risiko für Magen-Darm-Blutungen erhöhen können
- Lithium (ein Arzneimittel gegen manisch-depressive Erkrankung und Depression) – da die Wirkung von Lithium verstärkt werden kann
- Probenecid und Sulfinpyrazone (Arzneimittel gegen Gicht) – da die Ausscheidung von Ibuprofen verzögert werden kann
- Blutdrucksenkende Arzneimittel und entwässernde Arzneimittel (Diuretika) – da Ibuprofen die Wirkungen dieser Arzneimittel verringern kann und die Möglichkeit eines erhöhten Risikos für die Nieren bestehen könnte
- Kaliumsparende Diuretika – da dies zu erhöhten Kaliumwerten im Blut (Hyperkaliämie) führen kann
- Methotrexat (Arzneimittel gegen Krebserkrankungen oder rheumatische Erkrankungen) – da die Wirkung von Methotrexat verstärkt werden kann
- Tacrolimus und Ciclosporin (das Immunsystem unterdrückende Arzneimittel) – da es zu Nierenschäden kommen kann
- Zidovudin (Arzneimittel zur Behandlung von HIV/AIDS) – da es durch die Anwendung von IBUPROFEN AL direkt bei HIV-positiven Hämophilie-Patienten (-Blutern-) zu einem erhöhten Risikofür Blutungen in ein Gelenk oder Blutungen, die zu Schwellungen führen, kommen kann
- Sulfonylharnstoffe (Arzneimittel gegen Diabetes) – Wechselwirkungen können möglich sein
- Chinolon-Antibiotika – da das Risiko für Krampfanfälle erhöht sein kann
- Voriconazol und Fluconazol (CYP2C9-Hemmer) zur Behandlung von Pilzinfektionen – Die Wirkung von Ibuprofen kann verstärkt werden. Eine Reduktion der Ibuprofendosis sollte in Betracht gezogen werden, insbesondere wenn hohe Dosen von Ibuprofen zusammen mit entweder Voriconazol oder Fluconazol angewendet werden
- Ginkgo biloba (zur Behandlung von leichten Formen der Demenz – da das Blutungsrisiko erhöht sein kann
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Apotheker/-in, bevor Sie IBUPROFEN ALdirekt einnehmen:
- wenn Sie an Asthma oder einer allergischen Erkrankung leiden oder frühergelitten haben, da Atemnot auftreten kann,
- wenn Sie an einer Leberfunktionsstörung leiden,
- wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist,
- wenn Sie an einer Magen-Darm-Erkrankung (ulzerative Colitis, MorbusCrohn) leiden oder jemals gelitten haben,
- wenn Sie eine Herzerkrankung, einschließlich Herzschwäche(Herzinsuffizienz) und Angina (Brustschmerzen), haben oder einen Herzinfarkt, eine Bypass-Operation, eine periphere arterielleVerschlusskrankheit (Durchblutungsstörungen in den Beinen oder Füßenaufgrund verengter oder verschlossener Arterien) oder jegliche Art vonSchlaganfall (einschließlich Mini-Schlaganfall oder transitorischerischämischer Attacke, -TIA-) hatten,
- wenn Sie Bluthochdruck, Diabetes oder einen hohen Cholesterinspiegelhaben oder Herzerkrankungen oder Schlaganfälle in IhrerFamilienvorgeschichte vorkommen oder wenn Sie Raucher sind,
- wenn Sie an bestimmten Autoimmunerkrankungen der Haut (systemischer Lupus erythematodes [SLE] oder Mischkollagenose) leiden,
- wenn Sie bestimmte angeborene Blutbildungsstörungen haben (z.B. akuteintermittierende Porphyrie),
- wenn Sie jemals an hohem Blutdruck und/oder Herzschwäche gelitten haben,
- Direkt nach einer größeren Operation wird eine besondere medizinischeÜberwachung empfohlen.
- wenn Sie an Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronischen, die Luftwege verengenden Atemwegserkrankungen leiden, da bei Ihnen dann einerhöhtes Risiko für das Auftreten einer Überempfindlichkeitsreaktionbesteht. Die Überempfindlichkeitsreaktionen können in Form von Asthma-Anfällen (sog. Analgetika-Asthma), einer Gewebeschwellung (Quincke-Ödem) oder von Nesselsucht auftreten.
- Während einer Windpockeninfektion (Varizellen-Infektion) sollte eineEinnahme von IBUPROFEN AL direkt vermieden werden.
- wenn Sie an Blutgerinnungsstörungen leiden,
- Bei länger dauernder Anwendung von IBUPROFEN AL direkt ist eineregelmäßige Kontrolle Ihrer Leberwerte, der Nierenfunktion sowie desBlutbildes erforderlich.
- Die gleichzeitige Anwendung mit anderen NSAR, einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer, erhöht das Risiko von Nebenwirkungen (sieheunter Abschnitt 2.: Einnahme von IBUPROFEN AL direkt zusammen mitanderen Arzneimitteln) und sollte vermieden werden.
- wenn Sie eine Infektion haben – siehe unten unter -Infektionen-
Hautreaktionen: Im Zusammenhang mit der Behandlung mit Ibuprofenwurden schwerwiegende Hautreaktionen berichtet. Bei Auftreten vonHautausschlag, Läsionen der Schleimhäute, Blasen oder sonstigen Anzeichen einer Allergie sollten Sie die Behandlung mit IBUPROFEN AL direkt einstellenund sich unverzüglich in medizinische Behandlung begeben, da dies dieersten Anzeichen einer sehr schwerwiegenden Hautreaktion sein können.
Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksameDosis über den kürzest möglichen Zeitraum eingenommen wird.
Ältere Patienten haben ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen.
Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von (verschiedenenArten von) Schmerzmitteln zu dauerhaften schweren Nierenschädigungen führen. Dieses Risiko kann bei körperlicher Belastung in Verbindung mitSalzverlust und Austrocknung (Dehydratation) erhöht sein. Deshalb sollte esvermieden werden.
Die längere Anwendung jeglicher Art von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen kann diese verschlimmern. Ist dies der Fall oder wird diesvermutet, sollte ärztlicher Rat eingeholt und die Behandlung abgebrochenwerden. Die Diagnose von Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch(Medication Overuse Headache, MOH) sollte bei Patienten vermutet werden,die an häufigen oder täglichen Kopfschmerzen leiden, obwohl (oder geradeweil) sie regelmäßig Arzneimittel gegen Kopfschmerzen einnehmen.
Infektionen
IBUPROFEN AL direkt kann Anzeichen von Infektionen wie Fieber undSchmerzen verdecken. Daher ist es möglich, dass sich durch IBUPROFEN ALdirekt eine angemessene Behandlung der Infektion verzögert, was zu einemerhöhten Risiko für Komplikationen führen kann. Dies wurde bei bakteriellerPneumonie und bakteriellen Hautinfektionen im Zusammenhang mit Windpocken beobachtet. Wenn Sie dieses Arzneimittel während einerInfektion einnehmen und Ihre Infektionssymptome anhalten oder sichverschlimmern, konsultieren Sie unverzüglich einen Arzt.
Entzündungshemmende Arzneimittel/Schmerzmittel wie Ibuprofen können miteinem geringfügig erhöhten Risiko für einen Herzanfall oder Schlaganfalleinhergehen, insbesondere bei Anwendung in hohen Dosen. ÜberschreitenSie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer.
Fragen Sie einen Arzt um Rat, bevor Sie IBUPROFEN AL direkt einnehmen,wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.
Kinder und Jugendliche
Es besteht ein Risiko für Nierenfunktionsstörungen bei dehydrierten Kindernund Jugendlichen.
Wenden Sie IBUPROFEN AL direkt 200 mg Pulver zu Einnehmen aufgrunddes hohen Wirkstoffgehalts nicht bei Kindern mit einem Körpergewicht unter20 kg oder unter 6 Jahren an.
Einnahme von IBUPROFEN AL direkt zusammen mitAlkohol
Das Auftreten einiger Nebenwirkungen, insbesondere solcher, die den Magen-Darm-Trakt oder das zentrale Nervensystem betreffen, kann wahrscheinlichersein, wenn Alkohol gleichzeitig mit IBUPROFEN AL direkt eingenommen wird.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen vonMaschinen
Bei der Einnahme von IBUPROFEN AL direkt können Nebenwirkungen wieMüdigkeit, Sehstörungen und Schwindel auftreten. Hierdurch kann imEinzelfall das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktivenTeilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mitAlkohol. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nichtmehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge; bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen; übenSie keine anderen gefährlichen Tätigkeiten aus.
Mögliche Nebenwirkungen
Die Aufzählung der folgenden Nebenwirkungen umfasst alle bekanntgewordenen Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Ibuprofen, auchsolche unter hoch dosierter Langzeittherapie bei Rheumapatienten. DieHäufigkeitsangaben, die über sehr seltene Meldungen hinausgehen, beziehensich auf die kurzzeitige Anwendung bis zu Tagesdosen von maximal 1.200 mg Ibuprofen für orale Darreichungsformen und maximal 1.800 mg für Zäpfchen.
Bei den folgenden Nebenwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sieüberwiegend dosisabhängig und von Patient zu Patient unterschiedlich sind.
Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen denVerdauungstrakt. Magen-/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera),Perforationen (Durchbrüche) oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt, manchmaltödlich, können auftreten, insbesondere bei älteren Patienten (sieheAbschnitt 2.: Was sollten Sie vor der Einnahme von IBUPROFEN AL direktbeachten?). Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen,Entzündung der Mundschleimhaut mit Geschwürbildung (ulzerativeStomatitis), Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn (siehe unterAbschnitt 2.: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) sind nach Anwendung berichtet worden. Weniger häufig wurde eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) beobachtet. Insbesondere das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen ist abhängig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.
Ödeme, Bluthochdruck und Herzschwäche wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet.
Arzneimittel wie IBUPROFEN AL direkt sind möglicherweise mit einemgeringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (-Herzinfarkt-) oder Schlaganfälleverbunden sein.
Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksameDosis über den kürzesten für die Linderung der Symptome erforderlichen Zeitraum eingenommen wird.
IN FOLGENDEN FÄLLEN MÜSSEN SIE DIE EINNAHME DIESESARZNEIMITTELS SOFORT BEENDEN UND UMGEHEND ÄRZTLICHE HILFEIN ANSPRUCH NEHMEN:
- Anzeichen einer Darmblutung, z.B.: stärkere Bauchschmerzen, schwarzer,teerartiger Stuhl, Blut im Stuhl, Erbrechen von Blut oder dunklen Teilchen,die wie Kaffeesatz aussehen.
- Anzeichen schwerwiegender allergischer Reaktionen wie Verschlechterungvon Asthma, ungeklärte pfeifende oder keuchende Atmung oder Kurzatmigkeit, Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen, Atemnot,Herzrasen, Blutdruckabfall bis hin zum Schock. Diese Reaktionen könnenselbst bei der ersten Anwendung dieses Arzneimittels auftreten.
- schwere Hautreaktionen wie Ausschläge am ganzen Körper; Abschälen,Blasenbildung oder Abschuppen der Haut.
ANDERE NEBENWIRKUNGEN HÄUFIG (KANN BIS ZU 1 VON 10 BEHANDELTEN BETREFFEN)
- Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit,Verdauungsstörungen, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung undgeringfügige Blutverluste aus dem Magen und/oder Darm, die inAusnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen können.
GELEGENTLICH (KANN BIS ZU 1 VON 100 BEHANDELTEN BETREFFEN)
- Magen-Darm-Geschwüre, manchmal mit Blutung und Durchbruch;Mundschleimhautentzündung mit Geschwürbildung (ulzerative Stomatitis), Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Verstärkung einer Colitis odereines Morbus Crohn,
- zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit,Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit,
- Sehstörungen. In diesem Fall ist umgehend der Arzt zu informieren undIbuprofen darf nicht mehr eingenommen werden.
- Verschiedenartige Hautausschläge,
- Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen und Hautjucken sowieAsthmaanfälle (gegebenenfalls mit Blutdruckabfall). In diesen Fällen müssenSie die Einnahme von IBUPROFEN AL direkt beenden und sofort Ihren Arztinformieren.
SELTEN (KANN BIS ZU 1 VON 1.000 BEHANDELTEN BETREFFEN)
- Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörverluste,
- Nierenschädigung (Papillennekrosen) und erhöhte Harnsäurekonzentrationim Blut.
SEHR SELTEN (KANN BIS ZU 1 VON 10.000 BEHANDELTEN BETREFFEN)
- Schwellungen (Ödeme), Bluthochdruck (Hypertonie) undHerzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) wurden in Zusammenhang mit einerNSAR-Behandlung berichtet.
- Entzündung der Speiseröhre oder der Bauchspeicheldrüse, Ausbildung vonmembranartigen Verengungen in Dünn- und Dickdarm (intestinale,diaphragmaartige Strikturen).
- In Ausnahmefällen können schwere Hautinfektionen undWeichteilkomplikationen während einer Windpockenerkrankung (Varizellen Infektion) auftreten.
- Verminderung der Harnausscheidung und Schwellungen (insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion);Schwellungen (Ödeme) und wolkig getrübter Urin (nephrotisches Syndrom);entzündliche Nierenerkrankung (interstitielle Nephritis), die zu einem akuten Nierenversagen führen kann. Verminderung der Harnausscheidung,Ansammlung von Wasser im Körper (Ödeme) sowie allgemeines Unwohlsein können Anzeichen einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.Wenn eines der oben genannten Symptome bei Ihnen auftritt oder Sie sichallgemein unwohl fühlen, beenden Sie die Einnahme von IBUPROFEN AL direkt und fragen Sie sofort Ihren Arzt um Rat, denn dies könnten ersteAnzeichen für einen Nierenschaden oder ein Nierenversagen sein.
- Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie,Panzytopenie, Agranulozytose). Erste Anzeichen können sein: Fieber,Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.In diesen Fällen ist die Behandlung sofort abzusetzen und ein Arztaufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerzstillenden oderfiebersenkenden Arzneimitteln muss unterlassen werden.
- Psychotische Reaktionen, Depression.
- Es wurde im Zusammenhang mit der Anwendung bestimmter Schmerzmittel (nichtsteroidale Antiphlogistika) eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasziitis)beschrieben. Wenn während der Einnahme von IBUPROFEN AL direktZeichen einer Infektion neu auftreten oder sich verschlimmern, müssen Sieunverzüglich einen Arzt aufsuchen. Es ist zu prüfen, ob die Indikation füreine antiinfektiöse/antibiotische Therapie vorliegt.
- Bluthochdruck, Entzündung von Blutgefäßen (Vaskulitis), Herzklopfen(Palpitationen), Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Herzinfarkt.
- Leberfunktionsstörungen (erstes Anzeichen könnte eine Verfärbung der Hautsein), Leberschäden, insbesondere bei der Langzeittherapie, Leberversagen,akute Leberentzündung (akute Hepatitis).
- Es wurde unter der Anwendung von Ibuprofen die Symptomatik eineraseptischen Meningitis wie Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit,Erbrechen, Fieber oder Bewusstseinstrübung beobachtet. Patienten mit Autoimmunerkrankungen (systemischem Lupus erythematodes, Mischkollagenose) sind wahrscheinlich häufiger betroffen. Wenden Sie sichsofort an einen Arzt, wenn dies auftritt.
- Schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung(z.B. Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell Syndrom), Haarausfall (Alopezie).
- Schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen. Sie können sichäußern als: Schwellungen von Gesicht, Zunge und innerem Kehlkopf mitEinengung der Luftwege, Luftnot, Herzrasen, Blutdruckabfall bis hin zum lebensbedrohlichen Schock.
NICHT BEKANNT (HÄUFIGKEIT AUF GRUNDLAGE DER VERFÜGBARENDATEN NICHT ABSCHÄTZBAR):
- Es kann zu einer schweren Hautreaktion, bekannt als DRESS-Syndrom,kommen. Die Symptome von DRESS umfassen Hautausschlag, Fieber,geschwollene Lymphknoten und eine Zunahme von Eosinophilen (einerForm der weißen Blutkörperchen).
- Bei Behandlungsbeginn ein roter, schuppiger, weit verbreiteterHautausschlag mit Unebenheiten unter der Haut und von Fieber begleitetenBlasen, die sich in erster Linie auf den Hautfalten, dem Rumpf und denoberen Extremitäten befinden (akutes generalisiertes pustulöses Exanthem).Beenden Sie die Anwendung von IBUPROFEN AL direkt, wenn Sie dieseSymptome entwickeln, und begeben Sie sich unverzüglich in medizinische Behandlung. Siehe auch unter Abschnitt 2.: Warnhinweise undVorsichtsmaßnahmen.
- Die Haut wird lichtempfindlich.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Beutelnach -verwendbar bis- oder -verw. bis- angegebenen Verfallsdatum nichtmehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag desangegebenen Monats.
Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um denInhalt vor Licht zu schützen.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über dieToilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie dasArzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragendamit zum Schutz der Umwelt bei.
Pflichttext
Ibuprofen AL direkt 200 mg Pulver zum Einnehmen
Zur Anwendung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 20 kg Körpergewicht (ab 6 Jahren). Wirkstoff: Ibuprofen. Zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen, Fieber. Hinweis: Enthält Isomalt. Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in der Apotheke.
ALIUD PHARMA GmbH, Postfach 1380, 89146 Laichingen
Stand: Dezember 2020






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