Zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen.
Anwendungsgebiete
Hemodorm 50 mg Tabletten sind ein Schlafmittel ausder Gruppe der Antihistaminika. Hemodorm 50 mg Tabletten werden angewendet zurKurzzeitbehandlung von Schlafstörungen.
Aktive Wirkstoffe
1 Tablette enthält 50 mg Diphenhydraminhydrochlorid
Hilfsstoffe
Mikrokristalline Cellulose (E 460a), Lactose-Monohydrat,Magnesiumstearat (Ph. Eur.) (E 470b), Povidon K 25(E 1201), Hochdisperses Siliciumdioxid (E 551)
Anwendung & Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die üblicheDosis:
Erwachsene: 1 Tablette (entsprechend 50 mg Diphenhydraminhydrochlorid). Diese Dosis solltenicht überschritten werden.
Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktionsollten niedrigere Dosen erhalten.
Auch bei älteren oder geschwächten Patienten, die unter Umständen besonders empfindlich reagieren, wirdempfohlen, die Dosis erforderlichenfalls anzupassen.
Nehmen Sie die Tablette bitte unzerkaut abends30 Minuten vor dem Schlafengehen mit ausreichendFlüssigkeit ein (vorzugsweise einem Glas Trinkwasser). Anschließend sollte eine ausreichende Schlafdauer(7 bis 8 Stunden) gewährleistet sein.
Die Dauer der Behandlung sollte so kurz wie möglich sein.Sie sollte im Allgemeinen nur wenige Tage betragenund 2 Wochen nicht überschreiten. Bei fortbestehendenSchlafstörungen suchen Sie bitte einen Arzt auf! Bitte sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Apotheker/-in, wennSie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Hemodorm50 mg Tabletten zu stark oder zu schwach ist.
Schwangerschaft & Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sievermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendungdieses Arzneimittels Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in der Apotheke um Rat. Sie dürfen Hemodorm 50 mg Tabletten während derSchwangerschaft und Stillzeit nicht anwenden.
Hemodorm 50 mg Tabletten darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Diphenhydramin, der Wirkstoff von Hemodorm 50 mgTabletten, geht in die Muttermilch über. Während derStillphase kann daher eine Sedierung beim gestillten Säugling nicht ausgeschlossen werden. Deshalb darfHemodorm 50 mg Tabletten während der Stillzeitnicht eingenommen werden.
Gegenanzeigen
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenDiphenhydraminhydrochlorid, andere Antihistaminikaoder einengenannten sonstigenBestandteile dieses Arzneimittels sind
– bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren sowiebei verengter Magen-Darm-Passage,
– bei akutem Asthma,
– bei grünem Star (Engwinkelglaukom),
– bei bestimmten Geschwülsten des Nebennierenmarks(Phäochromozytom),
– bei Vergrößerung der Vorsteherdrüse mit Restharnbildung,
– bei Harnverhaltung,
– bei Epilepsie,
– bei Kalium- oder Magnesiummangel,
– bei verlangsamtem Herzschlag (Bradykardie),
– bei bestimmten Herzerkrankungen (angeborenesQT-Syndrom oder anderen klinisch bedeutsamenHerzschäden, insbesondere Durchblutungsstörungender Herzkranzgefäße, Erregungsleitungsstörungen oder Arrhythmien),
– bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, dieebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern(z.B. Antiarrhytmika Klasse IA oder III, Antibiotika,Malaria-Mittel, Neuroleptika oder Serotonin-re-uptake Hemmern, wie z.B. Citalopram oder Escitalopram)oder zu einer Hypokaliämie führen (z.B. bestimmte Diuretika),
– bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol odersogenannten MAO Hemmern (Mittel zur Behandlungvon Depressionen),
– bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren,
– während der Schwangerschaft oder während der Stillzeit.
Wechselwirkungen
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffekann bei gleichzeitiger Behandlung mit Hemodorm50 mg Tabletten beeinflusst werden:
Diphenhydraminhydrochlorid darf nicht zusammenmit sogenannten MAO-Hemmern (bestimmte Mittelzur Behandlung von Depressionen) eingenommenwerden.
Die gleichzeitige Einnahme von Hemodorm 50 mg Tabletten mit anderen Arzneimitteln, die ebenfallsDiphenhydramin enthalten, einschließlich von solchen,die äußerlich angewendet werden, ist zu vermeiden. Die gleichzeitige Anwendung mit anderen zentraldämpfenden Arzneimitteln wie Schlaf-, Beruhigungs-,Schmerz- oder Narkosemitteln, mit angstlösendenMitteln (Anxiolytika), mit Arzneimitteln zur Behandlungvon Depressionen oder mit Mitteln zur Behandlungvon Anfallsleiden (Antiepileptika) kann zu einergegenseitigen Verstärkung der Wirkungen führen. Die sogenannte -anticholinerge- Wirkung vonDiphenhydramin kann durch Arzneistoffe mit ähnlicherWirkung wie Atropin, Biperiden, trizyklischenAntidepressiva oder Monoaminoxidase-Hemmernverstärkt werden. Es können eine Erhöhung desAugeninnendruckes, Harnverhalt oder eine unter Umständen lebensbedrohliche Darmlähmung auftreten. Die Anwendung von Diphenhydramin zusammen mitblutdrucksenkenden Arzneimitteln kann zu verstärkterMüdigkeit führen.
Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, dieebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKGverlängern, z.B. Mittel gegen Herzrhythmusstörungen(Antiarrhythmika Klasse IA oder III), bestimmteAntibiotika (z.B. Erythromycin), Cisaprid, Malaria-Mittel,Mittel gegen Allergien bzw. Magen-/Darmgeschwüre(Antihistaminika) oder Mittel zur Behandlung speziellergeistig-seelischer Erkrankungen (Neuroleptika oderSerotonin-re-uptake-Hemmern, wie z.B. Citalopramoder Escitalopram) oder mit Arzneimitteln, die zu einem Kaliummangel führen können (z.B. bestimmteharntreibende Mittel), ist zu vermeiden.
Sonstige mögliche Wechselwirkungen: Diphenhydraminkann bei Allergietests möglicherweise die Testergebnisseverfälschen und sollte deshalb mindestens 3 Tagevorher nicht mehr angewendet werden.
Einnahme von Hemodorm 50 mg Tabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Während der Anwendung von Hemodorm 50 mgTabletten dürfen Sie keinen Alkohol trinken, dahierdurch die Wirkung von Diphenhydramin in nichtvorhersehbarer Weise verändert und verstärkt wird.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Hemodorm50 mg Tabletten ist erforderlich, wenn Sie unter einerder folgenden Erkrankungen leiden:
– eingeschränkte Leberfunktion
– chronische Lungenerkrankungen oder Asthma
– bestimmte Magenfunktionsstörungen (Pylorusstenoseoder Achalasie der Kardia).
Nach wiederholter Einnahme von Schlafmitteln übereinen längeren Zeitraum kann es zu einem Verlust anWirksamkeit (Toleranz) kommen.
Wie auch bei anderen Schlafmitteln kann die Einnahmevon Hemodorm 50 mg Tabletten zur Entwicklung vonkörperlicher und seelischer Abhängigkeit führen.Das Risiko einer Abhängigkeit steigt mit der Dosisund der Dauer der Behandlung. Auch bei Patientenmit Alkohol, Arzneimittel- oder Drogenabhängigkeit inder Vorgeschichte ist dieses Risiko erhöht.
Beim Beenden einer Behandlung mit Hemodorm50 mg Tabletten können durch plötzliches Absetzen Schlafstörungen vorübergehend wieder auftreten.Deshalb wird empfohlen, die Behandlunggegebenenfalls durch schrittweise Verringerung derDosis zu beenden.
Kinder und Jugendliche
Zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Diphenhydraminals Schlafmittel bei Kindern und Jugendlichen liegenkeine ausreichenden Erfahrungen vor. Deshalb solltenHemodorm 50 mg Tabletten bei Kindern und Jugendlichennicht verordnet werden
Patientenhinweise
Ältere Menschen
Hemodorm 50 mg Tabletten sollten von älteren Menschennur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzteingenommen werden, da bei ihnen die Empfindlichkeitgegenüber Nebenwirkungen, speziell anticholinergenNebenwirkungen, erhöht sein kann. Die Wahrscheinlichkeitfür das Auftreten von Nebenwirkungen steigt beieingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion sowie durchWechselwirkung mit gleichzeitig eingenommenen/ angewendeten Arzneimitteln.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienenvon Maschinen
Hemodorm 50 mg Tabletten können auch beibestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögenso weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktivenTeilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigt wird.Das Gleiche gilt für die Fähigkeit zum Bedienen vonWerkzeugen oder Maschinen sowie zur Ausübunggefahrvoller Tätigkeiten. Auch am Folgetag können sichRestmüdigkeit und beeinträchtigtes Reaktionsvermögennoch nachteilig auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Arbeiten mit Maschinen auswirken, vorallem nach unzureichender Schlafdauer.
Hemodorm 50 mg Tabletten enthält Lactose Bitte nehmen Sie Hemodorm 50 mg Tabletten erstnach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnenbekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeitgegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Mögliche Nebenwirkungen
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sindSchläfrigkeit, Benommenheit und Konzentrationsstörungen während des Folgetages, insbesondere nach unzureichenderSchlafdauer, sowie Schwindel und Muskelschwäche. Weitere häufiger auftretende Nebenwirkungen sindKopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden wieÜbelkeit, Erbrechen oder Durchfall und sogenannte-anticholinerge Effekte- wie Mundtrockenheit,Verstopfung, Sodbrennen, Sehstörungen oderBeschwerden beim Wasserlassen. Während der Behandlung mit Hemodorm 50 mgTabletten können bestimmte Herzrhythmusstörungenauftreten (Verlängerung des QT-Intervalls im EKG). Außerdem ist über Überempfindlichkeitsreaktionen,erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, Änderungendes Blutbildes, Erhöhung des Augeninnendruckes,Gelbsucht (cholestatischer Ikterus) und sogenannte-paradoxe Reaktionen- wie Ruhelosigkeit, Nervosität,Erregung, Angstzustände, Zittern oder Schlafstörungenberichtet worden.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglichauf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach -verwendbarbis- oder -verw. bis- angegebenen Verfallsdatumnicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum beziehtsich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. In der Originalverpackung aufbewahren, um denInhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Nicht über 25 °C lagern
Pflichttext
Hemodorm 50 mg Tabletten werden angewendet zurKurzzeitbehandlung von Schlafstörungen.1 Tablette enthält 50 mg Diphenhydraminhydrochlorid





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