EFFORTIL ist ein Blutdruck steigerndes Arzneimittel.
Zur Anwendung bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren.
Anwendungsgebiete
EFFORTIL wird angewendet bei Kreislaufregulationsstörungen mit erniedrigtem Blutdruck(Hypotonie), die bei Änderung der Körperlage (z. B. beim Aufstehen vom Liegen oder Sitzen) mitBeschwerden wie Schwindel, Schwächegefühl, Blässe, Schweißausbruch, Flimmern oderSchwarzwerden vor den Augen sowie mit einem deutlichen Blutdruckabfall ohne einen Anstieg derHerzschlagrate einhergehen.
Aktive Wirkstoffe
1 Tablette enthält 5 mg Etilefrinhydrochlorid.
Hilfsstoffe
Natriumdisulfit, Lactose-Monohydrat, Maisstärke getrocknet, hochdisperses Siliciumdioxid,modifizierte Stärke, langkettige Partialglyceride.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genaunach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oderApotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis beträgt:
Für Erwachsene und Kinder über 6 Jahren:
3-mal täglich 1 – 2 Tabletten. Dies entspricht einer Tagesdosis von 15 – 30 mgEtilefrinhydrochlorid.
Für Kinder zwischen 2 und 6 Jahren:
3-mal täglich ½ – 1 Tablette. Dies entspricht einer Tagesdosis von 7,5 – 15 mg Etilefrinhydrochlorid.
Nehmen Sie EFFORTIL vorzugsweise vor dem Essen mit einem Glas Flüssigkeit ein.
EFFORTIL sollte nicht am späten Nachmittag oder Abend eingenommen werden, da seine anregendeWirkung das Einschlafen erschweren kann.
Die Notwendigkeit der Einnahme von EFFORTIL sollte regelmäßig überprüft werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Apotheker/-in, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkungvon EFFORTIL zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge von EFFORTIL eingenommen haben, als Sie sollten
Bei einer Überdosierung von EFFORTIL können folgende Vergiftungserscheinungen auftreten: starke Beschleunigung der Herzschlagrate (Tachykardie), Herzrhythmusstörungen, überschießenderBlutdruckanstieg (eventuell mit Kopfschmerzen), Schweißausbruch, Erregung, Übelkeit, Erbrechen
Bitte informieren Sie dann sofort einen Arzt. Er wird über die Notwendigkeit der Entfernung desArzneimittels aus dem Magen-Darm-Trakt und der Gabe von medizinischer Kohle entscheiden. Inschweren Fällen kann eine intensivmedizinische Überwachung und Behandlung notwendig werden.
Schwangerschaft & Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oderbeabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arztoder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
EFFORTIL darf in den ersten 3 Monaten einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat ist eine Einnahme möglich, wenn der behandelnde Arzt dies befürwortet.
Stillzeit
Während der Stillzeit darf EFFORTIL nicht eingenommen werden, da ein Übertritt in die Muttermilchnicht auszuschließen ist und bei Säuglingen keine Erfahrungen vorliegen.
Fortpflanzungsfähigkeit Es wurden keine tierexperimentellen Studien im Hinblick auf die Fortpflanzungsfähigkeitdurchgeführt.
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die menschliche Fortpflanzungsfähigkeitdurchgeführt.
Gegenanzeigen
EFFORTIL darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie allergisch gegen Etilefrinhydrochlorid, Natriumdisulfit oder einen der in Abschnitt 6genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- bei Kreislaufregulationsstörungen mit erniedrigtem Blutdruck, wenn Blutdruck undHerzschlagrate im Stehtest ansteigen (hypertone Reaktion).
- bei Bluthochdruck (Hypertonie).
- bei Entgleisung einer Schilddrüsenüberfunktion (Thyreotoxikose).
- bei einer Geschwulst der Nebenniere (Phäochromozytom).
- bei einer Erhöhung des Augeninnendrucks (Engwinkelglaukom).
- bei Entleerungsstörungen der Harnblase mit Restharnbildung, insbesondere bei Vergrößerungder Vorsteherdrüse (Prostataadenom).
- bei einer Verhärtung der Blutgefäße (sklerotische Gefäßveränderungen).
- bei starker Verengung der Herzkranzgefäße mit Sauerstoffmangel am Herzen (koronare Herzkrankheit).
- bei unzureichender Pumpfunktion des Herzens (dekompensierte Herzinsuffizienz).
- bei Herzrhythmusstörungen in Verbindung mit stark beschleunigter Herzschlagrate (tachykarde Herzrhythmusstörungen).
- bei einer Verengung an den Herzklappen (Herzklappenstenose) oder einer Verengung der großen Arterien.
- bei einer speziellen Erkrankung des Herzmuskels, die mit übermäßigem und einengendemWachstum des Herzmuskels einhergeht (hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie).
- in den ersten 3 Monaten einer Schwangerschaft (siehe Abschnitt Schwangerschaft, Stillzeit undZeugungs-/Gebärfähigkeit).
- während der Stillzeit (siehe Abschnitt Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs- /Gebärfähigkeit).
- von Kindern unter 2 Jahren; für diese Patientengruppe stehen EFFORTIL Tropfen zumEinnehmen zur Verfügung.
- bei seltenen angeborenen Gegebenheiten, die eine Unverträglichkeit mit einem Bestandteil desArzneimittels beinhalten können.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Apotheker/-in, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben, oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.
Arzneimittel, die die Wirkung von EFFORTIL beeinflussen können:
mögliche Wirkung: Wirkungsverstärkung von Etilefrinhydrochlorid (unerwünschterBlutdruckanstieg)
- Arzneimittel zur Blutdrucksenkung: Reserpin, Guanethidin
- Bestimmte Arzneimittel zur Blutdruckerhöhung:Mineralocorticoide
- Arzneimittel zur Behandlung von seelischenVerstimmungen und neurologischenErkrankungen (z. B. Parkinson-Krankheit):trizyklische Antidepressiva, MAO-Hemmer
- Andere Arzneimittel, die die Wirkung dessympathischen Nervensystems nachahmen (Sympathomimetika), wie z. B. Arzneimittel zurBehandlung von Atemwegsverengungen
- Schilddrüsenhormone
- Arzneimittel zur Behandlung von Allergien: Antihistaminika
- Arzneimittel zur Behandlung von Kreislaufstörungen, Migräne,Spannungskopfschmerzen: Dihydroergotamin
mögliche Wirkung: Anstieg der Herzschlagrate
- Krampflösende Arzneimittel: Atropin (z. B. vor Narkosen oder bei Harnblasenbeschwerden)
mögliche Wirkung: Blutdruckabfall bzw. -anstieg mitverlangsamter Herzschlagrate (Bradykardie)
- Arzneimittel zur Blutdrucksenkung: Alpha- bzw. Beta-Rezeptorenblocker
Arzneimittel, deren Wirkung durch EFFORTIL beeinflusst werden kann:
mögliche Wirkung: Blutzuckersenkung wird vermindert
- Arzneimittel zur Behandlung einerZuckerkrankheit (Antidiabetika)
mögliche Wirkung: mögliches Auftreten von Herzrhythmusstörungen
- Arzneimittel zur Behandlung vonHerzmuskelschwäche (herzwirksameGlykoside): z. B. Digitalis
- Narkosemittel zur Inhalation: halogeniertealiphatische Kohlenwasserstoffe, z. B. Halothan
Natriumdisulfit ist eine sehr reaktionsfähige Verbindung. Es muss deshalb damit gerechnet werden, dass mit EFFORTIL zusammen eingenommenes Thiamin (Vitamin B1) abgebaut wird.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
- Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) (siehe Abschnitt Einnahme von EFFORTIL zusammen mitanderen Arzneimitteln)
- Schilddrüsenüberfunktion
- erhöhter Calciumgehalt des Blutes (Hyperkalzämie)
- erniedrigter Kaliumgehalt des Blutes (Hypokaliämie)
- schwere Funktionsstörungen der Niere
- eine bestimmte Herzerkrankung infolge einer Lungenerkrankung (Cor pulmonale)
- Herzrhythmusstörungen
- schwere Erkrankungen, die das Herz und die Blutgefäße betreffen
In diesen Fällen sollten Sie sich von Ihrem Arzt beraten und untersuchen lassen, ehe Sie mit der Einnahme von EFFORTIL beginnen.
Kinder
EFFORTIL Tabletten dürfen bei Kindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden. Für diesePatientengruppe stehen EFFORTIL Tropfen zum Einnehmen zur Verfügung.
Hinweis:
Die Anwendung von EFFORTIL kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zur Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienenvon Maschinen durchgeführt.
Bitte beachten Sie, dass Nebenwirkungen auftreten können, die das Führen von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen theoretisch beeinträchtigen könnten.
EFFORTIL enthält Lactose
Eine Tablette enthält ca. 31,8 mg Lactose (Milchzucker), das entspricht 190,8 mg Lactose in derempfohlenen maximalen Tagesdosis für Erwachsene. Bitte nehmen Sie EFFORTIL Tabletten erstnach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeitgegenüber bestimmten Zuckern leiden.
EFFORTIL enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.
Patientenhinweise
Runde, weiße Tabletten mit einer Bruchrille auf der Oberseite und der Beschriftung „05E“ oberhalbund unterhalb der Bruchrille. Die Tabletten können in gleiche Hälften geteilt werden.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedemauftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Folgende Nebenwirkungen können auftreten:
Erkrankungen des Immunsystems
Häufigkeit nicht bekannt: Überempfindlichkeit (allergische Reaktion)
Psychiatrische Erkrankungen
Gelegentlich: Angstzustände
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Kopfschmerzen
Gelegentlich: Unruhe, Schlaflosigkeit, Muskelzittern (Tremor), Schwindel
Herzerkrankungen
Gelegentlich: Herzklopfen (Palpitationen), beschleunigter Herzschlag (Tachykardie),Herzrhythmusstörungen mit Extraschlägen (ventrikuläre Herzrhythmusstörungen) Häufigkeit nicht bekannt: Druckgefühl über dem Herzen (pektanginöse Beschwerden),Blutdruckanstieg (evtl. mit Kopfschmerzen)
Magen-Darm-Trakt
Häufig: Magen-Darm-Beschwerden
Gelegentlich: Übelkeit
Allgemeine Erkrankungen Häufigkeit nicht bekannt: Vermehrte Schweißbildung
Natriumdisulfit kann selten schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und eine Verkrampfung derAtemwege (Bronchospasmen) hervorrufen.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und auf der Blisterpackung nach“Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sichauf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Pflichttext
Effortil® Tabletten
Wirkstoff: Etilefrinhydrochlorid.
Anwendungsgebiete: Zur Anwendung bei Kreislaufregulationsstörungen mit erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie), die bei Änderung der Körperlage (z. B. beim Aufstehen vom Liegen oder Sitzen) mit Beschwerden wie Schwindel, Schwächegefühl, Blässe, Schweißausbruch, Flimmern oder Schwarzwerden vor den Augen sowie mit einem deutlichen Blutdruck abfall ohne einen Anstieg der Herzschlagrate einhergehen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.





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